DIE IDEEN

im Förderprogramm 2019


Das Förderprogramm 2019 war das Pilotjahr unseres Förderprogramms. Es wurden 14 Personen mit 10 Ideen ausgewählt die über 9 Monate durch das Programmteam begleitet wurden und in der Entwicklung ihrer Ideen unterstützt wurden. Sie erhielten strategische Beratung, persönliches Coaching, haben an 3 sogenannten Refugien teilgenommen sowie an einem Beratertag. Untereinander haben sich die Teams ausgetauscht und in ihrem Wirken gegenseitig unterstützt.



Skilled Volunteers
& friends

PIA SCHIEVINK
MALTESER HILFSDIENST
Ein Aufruf: Malteser aller Hilfsdienste weltweit, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, vernetzt, begegnet, inspiriert, motiviert und begeistert euch durch gemeinsames aktives Malteser-Tun!

Mutter-Vater-Kind-
Haus

KATJA SCHMID
MALTESER WERKE
Das Mutter-Vater-Kind-Haus ist ein Ort, an dem Familien mit einem psychisch kranken Elternteil lernen können, mit der Krankheit Familie zu sein.

Sozialbetreuung junger erw. Geflüchteter

JOHANNA SCHREIBER, MELANIE WAGNER & AUSRA KUMETYTE, MALTESER WERKE
Verankerung individueller Bezugsbetreuung orientiert an bestehenden Jugendhilfsmaßnahmen auf Grundlage des besonderen Unterstützungsbedarfes junger Geflüchteter zwischen 18 und 21 Jahren.

Digitaler
Erinnerungsraum

KRISTINA WILMS (Social Entrepreneur in Residence) & DIRK BLÜMKE, MALTESER HILFSDIENST
Der digitale Erinnerungsraum bietet trauernden Menschen, ihren Freunden und Angehörigen die Möglichkeit eines lebendigen Erinnerns.

Orientierungs-App für Geflüchtete

FRITJOF KNIER, (Social Entrepreneur in Residence) & STEFAN REIN, MALTESER WERKE
Eine App zur Vereinfachung der Informationsflüsse von Betreibern zu Bewohnerinnen und Bewohner für ein aktives, verständnisvolles und freundliches Alltagsleben in den Unterkünften.

Beratung hochkonflikth. Trenn.- & Scheidungsfamilien

JÖRN LENGERT
MALTESER WERKE
Lösungsorientierte Begutachtung und Beratung hochkonflikthafter Trennungs- und Scheidungsfamilien im Kontext familiengerichtlicher Verfahren und ambulanter Jugendhilfe – Kind zentrierte Hilfen bei eskalierten Elternkonflikten.

Reisebegleitungsdienst für Pflegebedürftige

ACHIM SCHMITZ & URS MIDDENDORF
MALTESER HILFSDIENST
Aufbau eines Begleitungsdienstes für Reisende mit Pflegebedarf während einer Urlaubsreise. Dabei kommen als pflegende Begleiter ehrenamtliche, wie auch hauptamtliche Malteser in Frage.

Lumina
Social Consulting

IMKE SIEFER & BEATRIX VON MENTZINGEN
MALTESER WERKE
Lumina berät Entscheidungsträger und multilaterale Institutionen zu Rahmenbedingungen sowie politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in den Bereichen Migration, Jugend & Soziales.

Vivimus
Integratives Wohnen

BIRGIT GORGON
MALTESER WERKE
Ein Ort, an dem verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen.

Netzwerk für Konfliktlösung & Mediation

CECILIA VON WESTERHOLT
MALTESER WERKE
Aufbau eines unternehmensinternen Netzwerkes für Mediation und Konfliktlösung innerhalb von Teams, um Führungskräften bereits im frühen Konfliktstadium niedrigschwellig und kostengünstig professionelle Unterstützung zu bieten

Du im Förderprogramm


MENSCHEN,

die verrückt genug sind zu denken, sie könnten

DIE WELT VERÄNDERN,

sind diejenigen, die es auch tun.

Steve Jobs






ABSCHLUSS & ERGEBNISSE

des Förderprogramms 2019

am 27. & 28. Januar 2020

Alle Teilnehmenden durften ihre Idee vor einer individuellen Entscheiderjury bestehend aus 5-9 Maltesern aus verschiedenen Entscheidungsebenen vorstellen und ihren Vorschlag zur Art der Weiterführung verteidigen. Das Ziel war dabei nicht, 9 von 9 Ideen im Förderprogramm umzusetzen, sondern Ideen durchzuspielen, weiterzuentwickeln und zu entscheiden,
1. welche Idee das Potenzial hat, um ein neues Geschäftsfeld aufzubauen und entsprechend weiterverfolgt wird und
2. welche Lernerfahrungen aus den Ideen, die nicht weiterverfolgt werden, in verschiedene Bereiche der Malteser einfließen sollen.
Die Jury diskutierte im Anschluss die erkannten Herausforderungen, ihre Lösungsansätze, die mögliche wirtschaftliche Tragfähigkeit der Ideen und die strategische Relevanz und Passung für die Malteser – den Malteser-Fit.

9 Projekte wurden der Jury vorgestellt. 4 Projekte haben die Jury davon überzeugt, fortgeführt zu werden und bieten damit innovatives Potential, neue Produkte oder Angebote für die Malteser zu werden. Diese 4 erhalten nun weitere Unterstützung durch das Gewächshaus M für die nächsten 3-6 Monate in der sogenannten Phase II. 3 Projekte werden nun im kleineren Rahmen noch weitergeführt bzw. -entwickelt, haben im Lösungsansatz jedoch noch nicht vollständig überzeugt. Lediglich 2 Projekte werden nicht weiterverfolgt, haben die Jury allerdings überzeugt mit neuen Erkenntnissen, die in zukünftige Konzeptentwicklungen und strategische Entscheidungen einfließen sollen.



… insgesamt 9 Projekte wurden am 27. & 28. Januar vor der Malteser-Jury vorgestellt um die Ergebnisse der letzten Monate zu präsentieren und die Jury schließlich zu überzeugen.

4 Projekte haben die Jury überzeugt fortgeführt zu werden. Diese Projekte kommen nun in die sogenannte Phase II von Gewächshaus M um dort weiterentwickelt zu werden.

… 3 Projekte werden im kleineren Rahmen weiterentwickelt, haben im Lösungsansatz jedoch noch nicht vollständig überzeugt.

… 2 Projekte haben die Jury mit neuen Erkenntnissen überzeugt, die in zukünftige Konzeptentwicklungen und strategischen Entscheidungen einfließen, werden aber nicht weiterverfolgt.



PHASE II

nach dem Förderprogramm 2019

 

Im Anschluss an das Förderprogramm bietet Gewächshaus M die sogenannte Phase II – eine intensivere Umsetzungsphase für Projekte, die die Jury überzeugt haben und im nächsten Schritt noch eine weitere Unterstützung durch Gewächshaus M erhalten sollen. Warum? Zur zielgerichteten Lösung noch bestehender Herausforderungen, wie z.B. Geschäftsmodellfinalisierung, Finanzierungsmöglichkeiten, Implementierung in bestehende Angebote oder Team-Aufbau.
Und damit all das auch wirklich möglich wird, bekommt jedes Team neben Sprint-Planung, persönlichem Coaching und strategischer Beratung auch einen sogenannten „Sponsor“ an die Seite. Damit ist kein finanzieller Sponsor gemeint, sondern ein Malteser-interner „Wegfreimacher“, der sicherstellt, dass organisatorische Hürden möglichst schnell ausgeräumt werden und das Team zügig vorankommt.




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Via.

Via ist eine App mit einem digitalen Erinnerungsraum, einem interaktiven Lern- & Informationsraum und einem Online-Beratungsangebot für Trauernde.
In der Phase II wird sich das Team, bestehend aus Dirk Blümke (Malteser Hilfsdienst) und Kristina Wilms (Entrepreneur in Residence), mit Unterstützung von Frank Weber (COO, Malteser Hilfsdienst) als Sponsor auf die Entwicklung eines Geschäftsmodells und die Finanzierung konzentrieren. Kristina Wilms erhält dazu einen Folgevertrag als Entrepreneur in Residence bei den Maltesern. Der erste Prototyp für den digitalen Erinnerungsraum wird nun entwickelt und zum Ende des Jahres 2020 ersten Nutzern zur Verfügung gestellt.



KidS

KidS beinhaltet eine kindzentrierte, deeskalierende, ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern im Spannungsfeld von (hoch-) konflikthafter Trennung/Scheidung im Kontext familiengerichtlicher Verfahren und Jugendhilfe.

Jörn Lengert, der zuvor im Belegungsmanagement der Jugendhilfe der Malteser Werke tätig war, wechselt nun seine Tätigkeit, um sich von nun an ausschließlich dem Aufbau dieses neuen Angebotes im Rahmen der Familienhilfe zu widmen. Er erhält Unterstützung bei der Integration dieses Dienstes in die bestehende Familienhilfestruktur der Malteser Werke und bei der Überprüfung der langfristigen Finanzierung dieses neuen Dienstes. Sein Sponsor ist Ralf Wilczek, Leiter der Abteilung Jugend & Soziales der Malteser Werke.






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Eltern-Kind-Zentrum

Das Eltern-Kind-Zentrum ist ein Ort, an dem Familien mit einem psychisch kranken Elternteil stationär und ambulant lernen können, mit der Krankheit Familie zu sein – unter dem Motto „Befähigung statt Heilung“.
In Phase II wird sich die Teilnehmerin Katja Schmid mit der Weiterentwicklung ihrer Idee aus psychologischer Perspektive befassen und einige kritische Fragestellungen aus der Jury mit in die Ausarbeitung nehmen. Sie erhält eine Teamkollegin, Birgit Gorgon, die im Förderprogramm mit dem Projekt Vivimus bereits mit Katja in Kontakt war und die als Mitarbeiterin einer stationären Einrichtung für psychisch kranke Jugendliche eine tolle Ergänzung für Katja ist. Christine Straube, Leiterin der Abteilung Jugend & Soziales der Malteser Werke, wird als Sponsorin die beiden in den nächsten 3-6 Monaten begleiten und die Finanzierung des Konzepts mitentwickeln.


Malte

Malte ist eine Smartphone-App, die die Informationsflüsse in Flüchtlingseinrichtungenvereinfacht und damit ein friedliches, respektvolles und von gegenseitigem Verständnis geprägtes Zusammenleben innerhalb der Einrichtung stärkt.
In Phase II werden Fritjof Knier (Digitalfabrik) und Stefan Rein (Malteser Werke) gemeinsam mit ihrem Sponsor Andreas Konen (Abteilungsleiter Migration, Malteser Werke) den Pilot in Mecklenburg-Vorpommern in zwei Flüchtlingsunterkünften der Malteser starten und sich der langfristigen Finanzierung widmen, zu der aktuell noch verschiedene Geschäftsmodelle zur Diskussion stehen.


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Weitere Weiterführungen

3 Projekte konnten die Jury am Tag der Abschlusspräsentation noch nicht vollständig überzeugen, um in die Phase II zu gelangen. Nicht vollständig überzeugt, bedeutet aber nicht aus dem Rennen – die Ideen werden nach dem Förderprogramm im kleineren Rahmen weitergeführt und -entwickelt.









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Betreuung junger volljähriger Geflüchteter

Angelehnt an Jugendhilfemaßnahmen sollte auf Grundlage eines besonderen Unterstützungsbedarfes eine individuelle Bezugs- und Sozialbetreuung in allen Malteser Flüchtlingseinrichtungen im Bundesgebiet verankert werden. Das Angebot richtet sich an alleinreisende Geflüchtete im Alter von 18-21 Jahren in einer Flüchtlingsunterkunft.
Der vorgeschlagene Ansatz war aus juristischer und organisatorischer Sicht nach Einschätzung der Jury nicht tragbar. Da die drei Teilnehmerinnen Aursa Kumetyte, Melanie Wagner und Johanna Schreiber jedoch ein unstrittig relevantes Problem erkannt haben, soll das Projekt nun durch Stefanie Dietz, eine Kollegin mit Erfahrung im Bereich UmF (Unbegleitete minderj. Flüchtlinge) und Flüchtlingshilfe übergeben werden. Stefanie wird nun einen alternativen Lösungsansatz entwickeln, der von einer umfangreichen Evaluation begleitet werden soll, um Ausblick auf eine Regelfinanzierung des Projektes zu ermöglichen.


Reisebegleitungsdienst

Der Reisebegleitungsdienst der Malteser soll Unterstützungs- und Pflegebedürftigen auf Reisen die notwendige Hilfe zuteilwerden lassen, damit die Reise überhaupt erst angetreten werden kann.
Die Jury war von dem aktuellen Lösungsansatz nicht vollständig überzeugt, weshalb das Projekt von Achim Schmitz nun zunächst innerhalb einer Diözese im kleineren Rahmen weitergeführt wird, um den Lösungsansatz mit Hilfe erster Begleitungen weiterzuentwickeln und eine mögliche Ausweitung der Zielgruppe zu testen.



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Malteser Volunteers

Malteser Volunteers ist eine Idee basierend auf einem bestehenden Malteser Dienst namens Skilled Volunteers. Während der Umsetzung des Konzeptes Skilled Volunteers wurde deutlich, dass die Idee grundsätzlich auf Diözesanebene bereits umgesetzt wird. Aus diesem Grund empfiehlt die Jury der Teilnehmerin Pia Schievink im Rahmen der Abschlusspräsentation, die Skilled Volunteers Idee auf Bundesebene nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen sollte die Bundesebene bestehende Angebote des Freiwilligenaustauschs und des Wissenstransfers auf Diözesanebene bedarfsorientiert unterstützen.

Die Jury wurde hier auf Wunsch als sogenanntes „Sounding Board“ genutzt. Dies bedeutete keine Entscheidung durch die Jury, sondern wertvolles Feedback aus der Runde mit dem Pias Vorgesetzte, Michael Lülsdorff und Douglas Graf Saurma, nun gemeinsam mit ihr strategische Entscheidungen zur Umgestaltung von Malteser Volunteers treffen werden.



Nicht weitergeführte Projekte

2 Projekte haben es aufgrund externer Faktoren nicht in die Phase II nach dem Förderprogramm geschafft. Jedoch werden die aufgegriffenen Thematiken für die Malteser Welt in der Zukunft von Bedeutung sein, weshalb die Ideen in zukünftige Konzeptentwicklungen mit einfließen werden.


Vivimus


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Vivimus war als ein inklusives Wohnprojekt und Begegnungsstätte für Menschen unterschiedlichster Alters- und Sozialstruktur gedacht.
Integrative Lebenswelten, ein Thema, das die Malteser schon lange und immer wieder beschäftigt. Umso wichtiger war es für die Jury, sich diesem Thema nun einmal fokussiert zu widmen und zu einer strategischen Grundsatzentscheidung zu kommen, wie wir Malteser zukünftig mit diesem Thema umgehen wollen. Die Teilnehmerin Birgit Gorgon hat der Jury hierfür die ideale Grundlage geschaffen. Entschieden wurde schließlich, dass wir Malteser uns diesem Projekt nicht widmen wollen, da die Immobilien-Entwicklungs-Expertise nötig, jedoch nicht die unsere ist. Es wurde daraus der Entschluss gefasst, dass die Malteser zukünftig diese Art von Lebenswelten nur angehen werden, wenn ein Immobilienprojektentwickler mit solch einem Vorhaben an die Malteser herantritt. Der Jury wurde darüber hinaus klar, dass die Themen „Vereinsamung“ und „integrative Umfelder“ für uns Malteser zukünftig eine größere Rolle spielen sollten. So hat zum Beispiel die Abteilungsleiterin aus dem Bereich Jugend & Soziales entschieden, diese Themen in der Konzeptentwicklung neuer Einrichtungen zukünftig stärker mit einzubeziehen.

Malteser Mind(s)


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Das Netzwerk sollte die Entwicklung nachhaltiger, wirkungsorientierter Lösungsansätze für wohlfahrtsbezogene Herausforderungen in Wirtschaft und Politik begleiten.  Die Jury betrachtete kritisch einen möglichen Interessenskonflikt, wenn Malteser als bezahlte Berater für die Sozialwirtschaft buchbar werden. Eine unabhängige Beratung wäre aus ihrer Sicht essenziell, jedoch in dem Ansatz von Malteser Mind(s) nicht ausreichend erkennbar. Aus diesem Grund wird das Projekt nun nicht weiterverfolgt. Die Jury ist durch die Präsentation von Imke Siefer und Beatrix von Mentzingen noch einmal mehr auf die Bedeutung des vorhandenen Wissens innerhalb der Organisation aufmerksam gemacht worden und nimmt dieses Ausrufezeichen für ihre strategischen Entscheidungen zum Thema Wissensmanagement mit in bestehende und zukünftige Projekte.




Du hast auch eine gute Idee?

Im November 2020 startet wieder die Auschreibungsphase für das Förderprogramm 2021. Dann kannst du dich wieder online über unsere Website bewerben.

Und solltest du vorher schon mit uns über deine Idee ins Gespräch kommen wollen dann schick einfach eine Mail an idee@GewächshausM.de