JAHRGANG 2020


Wir starten in das zweite Jahr des Förderprogramms von Gewächshaus M. Sieben Ideen haben es dieses Jahr geschafft. 19 Menschen stecken dahinter. Denn dieses Jahr haben wir nur 2er und 3er-Teams, die jeweils eine Idee gemeinsam entwickeln. Das letzte Jahr hat uns gelehrt: je bunter das Team, desto leichter eine erfolgreiche Ideenentwicklung. Alle Teams bestehen daher aus Personen unterschiedlicher Organisationen und/oder aus mindestens einem Malteser und einem Social Entrepreneur.






PHASE I




Scotty, start me up!

MELANIE WÖTZEL & TOBIAS FELDHAUS
Malteser Hilfsdienst
Das Projekt will eine ganzheitliche Lernförderung für Schüler*innen mit Migrationshintergrund erzielen, um diesen einen gerechten Bildungszugang zu ermöglichen. Im Rahmen des Förderprogramms soll aus dem bestehenden Projekt ein tragfähiges festes Angebot werden.


MIA

FRANKA STEMME & MERLE ELSNER
Malteser Werke & Entrepreneur in Residence
Ein Kinderbetreuung der anderen Art. Hier werden Geflüchtete und ältere Menschen aus der Region miteinbezogen, um gemeinsam einen innovativen und integrativen Ort nicht nur für Kinder zu schaffen.


Kura 21 - Betreuungsverein

GABRIELE RAUECKER, JONATHAN IMME & KATRIN GÖHLER
Malteser Hilfsdienst & Entrepreneur in Residence
Mit der Vereinsidee bieten die Malteser zukünftig die Betreuung von Menschen ohne Bezugspersonen. Mit einem hohen ethischen Anspruch will der Malteser Betreuungsverein diejenigen unterstützen, die auf eine gesetzliche Betreuung angewiesen sind und hierbei auf uns zählen.


Mobile Obdachlosenunterkünfte

HANNAH WEYER-WENDL & ROLAND WENDL
Malteser Deutschland
„Tiny-Houses“ bieten Obdachlosen einen sicheren Rückzugsort. Teils durch Spenden und Patenschaften finanziert, werden die Unterkünfte durch die Malteser verwaltet und in Stand gehalten. Sie bieten den Obdachlosen einen sicheren Ort und Schaffen einen besseren Rahmen um den Weg zurück in eine stabilere Lebenssituation zu finden.


MaPa

ARTHUR BIZUGA, ELENA DRUZETA, MAURICIO PIPER
Malteser Werke & PAIS gUG
Das Team von MaPa entwickelt eine technische Innovation, die zum Ziel hat, die Organisation, Kommunikation und Kindererziehung für Familien mit getrennt lebenden Elternteilen zu erleichtern.


360° Patientenverfügung

DAVID WESTER & SIMONE FERBER-STAHL
SoCura & Malteser Hilfsdienst
Die elektronische Form der Patientenverfügung und des Organspende Ausweises. Eine technische Lösung will Verbreitung, Zugang und Umgang mit beiden erleichtern.



Taskforce Wohnungslosenhilfe

ELISA BADER & ANN CATHRIN BRENNER & ESTHER BERNSEN
Entrepreneurinnen in Residence & Malteser Hilfsdienst
Das Beratungsmobil für Obdachlose vereint eine mobile Tierarztpraxis, einen Duschbus und vielleicht auch noch mehr. Die Tiere von Obdachlosen erhalten kostenlose Behandlung und die Halter*innen die Möglichkeit sich im sicheren Rahmen zu waschen. Daraus wachsen soll ein Dialog mit anknüpfenden Unterstützungsangeboten.




PHASE II


Im Anschluss an PHASE I bietet Gewächshaus M die sogenannte PHASE II – eine intensivere Umsetzungsphase für Projekte, die die Jury überzeugt haben und im nächsten Schritt noch eine weitere Unterstützung durch Gewächshaus M erhalten sollen. Warum? Zur zielgerichteten Lösung noch bestehender Herausforderungen, wie z.B Geschäftsmodellfinalisierung, Finanzierungsmöglichkeiten, Implementierung in bestehende Angebote oder Team-Aufbau.

Und damit all das auch wirklich möglich wird, bekommt jedes Team neben Sprint-Planung, persönlichem Coaching und strategischer Beratung auch einen sogenannten „Beirat M“ an die Seite. Dieser besteht aus 3-4 Malteser-internen „Wegfreimacher“, die gemeinsam sicherstellen, dass organisatorische Hürden möglichst schnell ausgeräumt werden, die Anschlussfähigkeit in der Organisation befördert wird und das Team zügig vorankommt.




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MIA


MERLE ELSNER, Malteser Werke
FRANKA STEMME, Malteser Werke


Kinder und Familien, die einen gesetzlichen Anspruch auf eine Kita oder einen Krippenplatz haben, aber keinen bekommen, müssen unterstützt werden. Hier setzt MIA an mit einer innovativen Spielgruppe. MIA will mit Hilfe von Übergangsangeboten ein Betreuungsangebot für sozial benachteiligte Kinder von 1-6 Jahren schaffen 

Der Bedarf sowie der Projektansatz überzeugten die Jury, sodass MIA nun in PHASE II von Merle Elsner weiterentwickelt wird und die erste Pilotierung eingeläutet werden kann. Die Sozialunternehmerin Merle ist damit als Mitarbeiterin bei den Maltesern eingestiegen und widmet sich dem Projekt nun in einer Teilzeitstelle bei den Malteser Werken bevor am Ende der PHASE II über die langfristige Verortung und Implementierung innerhalb der Malteser entschieden wird. 





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360 Grad Patientenverfügung


SIMONE FERBER-STAHL, Malteser Hilfsdienst
DAVID WESTER, SoCura GmbH


Simone und David wollen den Umgang mit Patientenverfügungen grundlegend verändern. Um mit dem Stigma von der komplexen und unverständlichen Patientenverfügungen zu brechen, erarbeiteten die beiden in PHASE I eine moderne technische Lösung, die die Verbreitung, den Zugang und den Umgang mit der Patientenverfügung erleichtern soll 

Der innovative digitale Ansatz konnte die Jury davon überzeugen, das bestehende Angebot der Malteser zur Patientenverfügung damit zu erweitern. Das Projekt wurde nun für die nächsten Schritte der Implementierung in das Malteser Hilfsdienst Programm Digital Volunteers unter Christoph Rietzler und Sven Dinglinger überführt und erhält für die Pilotierungsphase weiterhin die Begleitung durch das Programmteam von Gewächshaus M.  




Kura21

Kura 21


KATRIN GÖHLER, Malteser Hilfsdienst
GABRIELE RAUECKER, Malteser Hilfsdienst
JONATHAN IMME, Social Entrepreneur in Residence


Das Projekt Kura21 widmet sich einer neuen qualitativen und ethisch verantwortlichen Entwicklung der Betreuungsvereinsstruktur. In ihrem Ansatz möchten die drei einen Malteser Betreuungsverein für Menschen ohne Bezugspersonen im Alter entwickeln, die auf eine gesetzliche Betreuung angewiesen sind und dabei auf die Malteser zählenKatrin, Jonathan und Gabi wollen dabei bestehende Angebote, Dienste und Ressourcen der Malteserwelt miteinander verknüpfen.

Das Team konnte die Jury von ihren Ideen und Fortschritten überzeugen und startet nun in die PHASE II von Gewächshaus M. Ein spannendes und komplexes Feld für das sie sich stark gemacht haben. Umso spannender wird es nun, wo und ob dieses Projekt in den kommenden Monaten nun erfolgreich weiterentwickelt und pilotiert werden kann



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Taskforce Wohnungslosenhilfe


ANN-CATHRIN BRENNER, Malteser Werke
ELISA BADER, Social Entrepreneurin in Residence
ESTHER BERNSEN, Social Entrepreneurin in Residence


Das Dreiergespann teilt die Vision, die Wohnungslosenhilfe von Grund auf neu zu erfindenSie verfolgen dabei das Ziel, die Lebenssituation von wohnungslosen Menschen zu verbessern und ein generelles Hilfesystem für wohnungslose Menschen unter dem Dach der Malteser zu entwickeln. 

Der ausgefeilte Projektansatz des Teams bewegte die Malteser Jury dazu, das Projekt in die PHASE II von Gewächshaus M zu überführen, um nun in die Weiterentwicklung und Implementierung innerhalb der Organisation zu gehen. Das Team ist für diese Phase im Malteser Hilfsdienst angedockt an die Abteilung Soziales Ehrenamt und wird zugleich alle Bereiche der Malteser für potentielle Pilotierung und Vernetzung in den Blick nehmen. In weiteren 14 Monaten wird nun die Idee weiterentwickelt und verprobt, um eine Perspektive zu entwickelt verbunden mit der Entscheidung, ob und wie dieses Feld langfristig fester Bestandteil der Malteser wird. 








Weiterführungen der Ideen und Konzepte


3 Projekte wurden nicht in die PHASE II überführt. 2 Projekte davon konnten die Jury am Tag der Abschlusspräsentation noch nicht vollständig überzeugen, um in die PHASE II zu gelangen. Nicht vollständig überzeugt, bedeutet aber nicht aus dem Rennen, denn die aufgegriffenen Thematiken der Projekte werden für die Malteser Welt in Zukunft von Bedeutung sein und die Projektansätze in zukünftigen Konzeptentwicklungen mit einfließen.

1 Projekt ist bereits vorzeitig im Herbst 2020 aus PHASE I ausgestiegen, da sich kein gemeinsamer Ansatz zur Kooperation zwischen den Maltesern und dem Projektteam entwickelt hat.



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Scotty – Start me up!


MELANIE WÖTZEL, Malteser Werke
TOBIAS FELDHAUS, Malteser Werke


Bei Scotty – Start me up! geht um Chancengleichheit für alle Schüler:innen, unabhängig von Herkunft und sozialem Umfeld. Aus dem bestehenden Malteser Projekt „Schule, Migration und Teilhabe“ wuchs die Idee ein neues Angebot zu schaffen. Die Jury entschloss sich schließlich jedoch gegen die Weiterführung des Projekts im Rahmen von Gewächshaus M und gegen eine Weiterführung innerhalb der StandardprozesseWie wir jedoch inzwischen von Tobi und Melanie wissensind sie dabei für Scotty intern eine neue Perspektive zu entwickeln. Manchmal ist es wichtig Ideen loszulassen und manchmal gibt es den Auftrieb für eine Weiterentwicklung. Das finden wir toll, denn genau das macht innovative Projektentwicklung aus. 




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Tiny Häuser für Obdachlose


HANNAH WEYER-WENDL, Malteser Werke
ROLAND WENDL, GAG AG


Hannah und Roland engagieren sich schon lange privat für Obdachlose. Mit der Idee Tiny Häuser für Obdachlose systematisch zu platzieren, sind sie in PHASE I eingestiegen und haben diese Idee dort weiter ausgearbeitet.
Die Jury entschied sich in der Abschlusspräsentation gegen eine Weiterführung des vorgestellten Vorhabens. Sie teile die Überzeugungdass Tiny  Häuser als Ergänzungen bestehender Angebote lokal durchaus nutzbar sind, als eigener Dienst passt das Konzept jedoch aktuell zu wenig zu den Maltesern.
Als mögliches Zukunftsszenario bestand die Idee, dass einzelne Standorte, in dessen Gesamtkonzept es passt, sich Tiny Häuser zulegen könntenLassen wir uns also überraschen, wann und wo auch im Malteser Kontext das erste Tiny Haus noch auftaucht.  




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MaPa


ARTHUR BIZUGA, Malteser Werke
ELENA DRUZETA, PAIS gUG
MAURICIO PIPER, PAIS gUG


Das Team von MaPa entwickelt eine technische Innovation, die zum Ziel hat, die Organisation, Kommunikation und Kindererziehung für Familien mit getrennt lebenden Elternteilen zu erleichtern.
Im Laufe von PHASE I haben Mauricio, Elena und Arthur sich auf den Weg gemacht herauszufinden, inwiefern diese Lösung sich entwickeln kann um ein neues Produkt der Malteser Familienhilfe werden kann. Nach einigen Monaten wurde klar, dass MaPa vorerst den Schwerpunkt weiterhin auf getrennte Eltern setzten möchte und damit vorerst kein gemeinsamer Ansatz zur Kooperation besteht. So ist das Dreiergespann im Herbst frühzeitig aus PHASE I ausgestiegen bereichert durch Klarheit und Fokus.